Absturz des SAR Hamburg 71

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Es ist der 14.03.2002

9.15 Uhr: Der SAR 71 wird zu einem Einsatz in Langenhorn gerufen. Die UH-1D war mit einem Piloten, einem Bordmechaniker, einem Rettungsassistent, einem Notarzt und einem Praktikanten besetzt. Nach wenigen Minuten nähert sich der Helikopter Langenhorn. Augenzeugen berichteten, sie hörten einen Knall und sie berichten, dass sich der Hauptrotor der Maschine löste. Die Bell UH-1D rast fast senkrecht in den Boden. Der SAR 71 schlägt in eine Wiese einer Kleingartenanlage. Der Rotor schlägt ca. 20m neben einem VW T4 Bus ein, der aber nicht mit Personen besetzt war. Die Wucht des Aufpralls zerlegt den Helikopter in seine Einzelteilteile. Sofort fängt dieser an zu brennen.

 

Einsatzkräfte werden alarmiert

9.22Uhr: Die Feuerwehr Hamburg wird alarmiert als Einsatztyp: Flugunfall. Die Mitarbeiter einer nahe gelegenen Firma versuchen an das Wrack heranzukommen. Um die Besatzung zu Bergen. Zwecklos. Die Maschine brennt was das Zeug hält. Aber eines ist klar. Niemand anderes ist sonst zu Schaden gekommen außer ein paar Personen mit Schocks und Rauchgasinhalationen. Die eintreffenden Kräfte der Feuerwehr beginnen sofort mit dem Löschen. Doch als das Feuer aus ist, können die Feuerwehrleute ihren Augen nicht Trauen. Sie finden als erstes vier Tote Soldaten. Auch für den Praktikanten, der unter den Trümmern liegt, kommt jede Hilfe zu spät.

 

Weitere Kräfte treffen ein

Die Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr, die kurz nacheinander eintreffen, können auch nicht mehr tun, als den Absturzort weiträumig abzusperren, den 5. Soldaten zu suchen und zu überprüfen, ob es noch weitere ungeborgene Personen unter den Trümmern gibt. Zum Glück war das nicht so! Aber einige wurden mit dem RTW in das Krankenhaus gebracht wegen Schocks und Rauchgasinhalationen. Dann wurde die Einsatzstelle noch wegen der Presse abgeriegelt. Und die Bereitschaftspolizei sorgt dafür, dass niemand durch irgendeinen Winkel zum Helikopter gelangt, und irgendwelche Fotos macht. Aber die Reporter waren nicht dumm und bestellten zwei Pressehelikopter zum Einsatzort. Die Reporter, die am Boden blieben, nutzten jede Chance aus, um ein Interview mit den Einsatzkräften zu bekommen. Aber die Reportern verhielten sich diszipliniert und respektierten die Absperrung.

 

Bilanz des Absturzes

Die Führung wechselte zuerst vom Zugführer der Berufsfeuerwehr zum Einsatzleiter 10/1 (BDI 10/1) zum A- Dienst 1/2 und Feuerleitdienst FLD 1/1. Doch auch sie konnten leider nicht verhindern, dass ein Gefühl davon aufkam was man ja war: Hilflosigkeit. Man kam zu spät. Oder besser man konnte gar nicht früh genug kommen. Diese niedergeschmetterte Bilanz muss man nun ziehen.

 

 

Und hier noch ein paar Bilder vom Einsatzort:

 

 

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